das wunder von lannach: der FCTG ist in der STC zwischenrunde

das verflixte siebente jahr war letztes jahr: 2010 war die chance, einmal, nur ein einziges mal, in diesem bewerb die vorrunde so zu überstehen, dass man noch einmal spielen darf, so gross wie nie zuvor. die STC-bilanz des FCTG liest sich wie die chronologie der biologiejahresnote des verfassers in seiner aktiven schulzeit (2-4-4-3-4-5-4), nur, dass es beim fussballspielen eben um punkte geht. aber wir waren beim jahr 2010… ein finaler sieg gegen den vereinten trainingskooperationspartner Oranje/Lok im letzten spiel hätte nach einem heroischen tag den aufstieg bedeutet, aber… aber aufgrund mehrerer verletzter und früherheimgeher waren wir gerade noch spielfähig und konnten nicht reüssieren, 1:2 das endergebnis und wieder nix mit der zwischenrunde.

heuer war die ausgangslage differenziert: einerseits kann der FCTG auf einen der besten saisonstarts der geschichte zurückblicken und zwar nicht nur was die ergebnisse betrifft, sondern vor allem, was die spielentwicklung betrifft. andererseits war der kader für das diesjährige stammtischcupgekicke mehr als mickrig: gerade einmal 11 freunde waren es am tag vor dem turnier. letztlich konnte man routinier und insbesondere stammtischcuproutinier peter l. ins team zurückbetteln und mit gast pablo einen soliden verteidiger gewinnen, der sich spiel für spiel immer besser in die mannschaft integrierte. Waren wir also 13, welch eine zahl!

der spielort: lannach. ‚he, do worma scho amol, gö?‘
ja, und wir sind dort – so wie immer – ausgeschieden, vor allem wegen des windes…

und auch dieses mal hat uns ein kräftiger tornado empfangen, der das ein- oder anderemal auch spielentscheidend eingriff. über den tag verteilt war dann auch ein bisschen regen und ein wenig sonnenschein dabei. über den platz 2 verliert man besser kein wort, bevor es gegen einen verwendet wird, aber der 1-er platz ist super zum kicken! das beste für die motivation: eine 5-er gruppe auf zwei plätzen, was bedeutet: wenig pause, aber früh zuhause.
und dann ging es fulminant los, die erwartungen gering, die köpfe schwer und die kehlen trocken („>lendwirbel) ging es auf zur traditionellen auftaktniederlage…

FC Torpedo Ritter Graz vs. Hand Gottes 0 : 1
ein alter bekannter, auf den die torpedisti hier trafen. die als maradonna getarnte italienische stadtNationalmannschaft war nicht nur STC-gegner 2009, sondern auch bei stadtEURO und stadtWM immer wieder einmal eine nummer zu gross. und wieder, wie jedes mal, verlor der FCTG am ende mit 0:1. das gegentor war ein verblasener freistoss, aber so sind sie halt, die italiener: ein standard, ein tor und nix mehr anbrennen lassen. aber auch diesmal: es hätte nicht (unbedingt) sein müssen. es stimmt schon, sie waren auch heuer stärker, aber die torpedisti hatten (riesen-)chancen auf ein remis. für ein solches hätte sich jedoch jemand finden müssen, der den ball über die linie drückt und der war nicht am platz. ausserdem hatte man seitens des FCTG schon im ersten spiel zwei ausfälle zu verkraften (zur erinnerung: es waren 13): john m. mit blutendem cut auf der stirn und stefan m. mit knie massiertem rücken fielen schon in halbzeit eins dem STC zum opfer. also wieder einmal am anfang alles schon vorbei…

FC Torpedo Ritter Graz vs. Shaved Apes 2.0 2 : 0
gerade die rasierten affen dachten wir nicht zu kennen. in wirklichkeit waren es stammtischcupveteranen unseres gleichen. mit einem X aus ihrer ersten partie gegen einen starken AS Internationale – ein vom spielverlauf her unverdientes abseitstor zum ausgleich sorgte trotzdem auch bei den zusehern für jubel, man hält halt für den underdog – hatten sie schon ihr erfolgserlebnis gebucht und waren bester dinge. Der FCTG musste auf john m. sowieso und stefan m. in der stammformation verzichten, letzterer wechselte im gesamten weiteren turnierverlauf nur noch als konterstürmer a la mario haas ein (für 5 minuten, spritzig und mit lichtem haar). der weit bessere rasen auf dem grossen platz motivierte jedoch die torpedisti, die gleich einmal für druck sorgten. trotzdem dauerte es lange, für den nervösen trainer messner zu lange, bis der erste treffer viel: einen von volker c. hereingebrachten eckball wehrte ein hominider verteidiger gewagt mit den hände ab, um sich darauf über den seiner auffassung nach ungerechten elfmeterpfiff des unparteiischen zu beschweren. armin b. fackelte nicht lange herum und versenkte zum wichtigen 1:0. er war es dann auch, der den todesstoss in diesem match einleitete: mit einem herrlichen pass in die tiefe des raums (im gedenken an r. seeger) öffnete er selbigen und kapitän christoph p. liess sich nicht zweimal bitten, 2:0. Das war’s dann auch schon. nach drei runden in der fünfergruppe lagen die gegner dieses spiels auf den plätzen drei (FCTG) und vier (Apes).

FC Torpedo Ritter Graz vs. 11 Flaschen für die Ferl Weinstube 1 : 0
grausam, aber wahr. nach dem für die torpedisti so erfreulichem spiel gegen die Shaped Aves 2.0 musste man wieder zurück auf den rübenacker hinter dem schmucken vereinsgebäude. und dort warteten deutlich mehr als 11 flaschen auf den dezimierten FCTG. bei diesem hatte john m. aber sein trikot schon wieder übergestülpt und war wieder mitten drin statt nur dabei. auch die flaschen kennt man seit 2009, damals wurden sie knapp mit 1:0 bezwungen, für den trainer ist so etwas dann einfach: ‚burschen, die hamma scho amol paniert, des moch ma jetzt wieder.‘ ganz so einfach war’s denn doch nicht und es dauerte, bis sich etwas tat. die zusatzmotivation für die geringe torpedo-schar: wenn die Hand Gottes ‚seriös‘ zu ende spielt, gibt’s noch eine chance auf den aufstieg. oh, dieses rechnen, man kennt es, will es ignorieren, aber, es geht einfach nicht. so wurde um die punkte gestritten, mit dem besseren ende für den FCTG: volker c., direkt aus der schweiz eingeflogen (was ihm jetzt natürlich mittwoch für mittwoch blüht), drückt in seiner unnachahmlichen art ab und versenkt die kugel im netz. 1:0, nicht berühmt, aber genug. das parallelspiel musste auf der liste der wettmafia gestanden haben, da die nackten affen die Hand Gottes mit einem satten 3:0 vom platz fegten. alles anders, alles neu, vor dem letzten spiel: der FC Torpedo Ritter Graz kann es aus eigener kraft schaffen aufzusteigen. was fehlt ist ein sieg gegen AS Internationale.

FC Torpedo Ritter Graz vs. AS Internationale 0 : 0
am guten, schönen platz also das ritter-endspiel und während 11 torpedisti schon in die ersten kampfhandlungen verwickelt waren, rechneten peter l. und stefan m. auf der bank so lange, bis ein 0:0 ebenfalls reichen sollte (wenn man sich der turnierregeln sicher sein konnte). und der objektive zuseher hat es von der ersten minute an gesehen: der FCTG will ein 0:0. ob gewollt oder erzwungen, die torpedisti befanden sich im abwehrkampf. 10 minuten der ersten halbzeit wurden ausschliesslich an der linken outlinie verbracht, an der sweety den ball ein fürs andere mal in die thujenhecke beförderte – eine bank für so ein spiel. auch der souveräne torhüter spiros p. hätte in einem CL-finalspiel wahrscheinlich fünf gelbe karten wegen zeitverzögerung bekommen: ball holen, hinlegen, wieder aufnehmen, der sweety kommt, legt sich den ball auf und dann gibt’s doch einen abstoss. das sah wohl so aus, gewollt war es nicht, die meisten waren noch davon überzeugt, dass ein sieg her musste. egal, sie kämpften gegen einen übermächtigen gegner wie schotten und konnten mit sich nach dem schlusspfiff zufrieden sein.

tja, und dann kam das grosse rechnen. drei teams mit jeweils 7 punkten (die Apes hatten im parallelspiel ebenfalls gesiegt), die direkten begegnungen im radl gewonnen, also tordifferenz. Shaved Apes 2.0 +2, FCTG +2, Hand Gottes 0 – grenzloser jubel. die affen wurden mit mehr erzielten toren gruppensieger und torpedo ist aufgestiegen…

damit konnte eine historische leistung vollbracht und gleichzeitig wieder ein meilenstein von torpedo ritter vorbereitet werden. seit jahren gilt: wenn wir einmal aufsteigen, dann können wir’s bleiben lassen. das ist nicht unser spiel, da wird nicht unsere sprache gesprochen, das value for money kriterium ist keinesfalls erfüllt (sieh platz 2) und sogar das bier ist falsch (Murauer!). gut, ab in die zwischenrunde, in der wir wahrscheinlich kanonenfutter sind, die aber allen in der vorrunde nicht anwesenden torpedisti die möglichkeit bietet, sich vom STC zu verabschieden.

viva torpedo!

ps: und wer einen beinahe identen bericht lesen will, schaut zur SpVgg, die heuer nämlich unter sehr, sehr ähnlichen verhältnissen (schotterplatz, schwere und wenige köpfe) ebenfalls zum ersten mal weiter gekommen ist. gratulation!

5 Gedanken zu „das wunder von lannach: der FCTG ist in der STC zwischenrunde

  1. Prinz-Poldi

    Viva Torpedo, Gratulation Burschen!!!!!!

    (Verweile gerade 2 Wochen auf den Kanarischen Inseln und hobs erst jetzt lesen)

    lg poidl

  2. mrjohnjo

    nochmal Gratulation an die Mannschascht!!
    sehr diszipliniert und diesmal haben auch die Köpfe mitgespielt.
    „Kanonenfutter“ konnte ich lesen…!?!? 2 Strafrunden für den Verfasser!!!
    Banzai!!!!

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