eine niederlage für die breite brust

in der echten fussballwelt ist es ja bekanntlich der österreichischen nationalmannschaft vorbehalten, sich an niederlagen aufzubauen und zu betonen, wie viel besser man nun nach der niederlage wäre und wie viel selbstbewusster.
in der hobbyfussballwelt darf nun einmal der FCTG auf diesen schönen trick zurückgreifen: verloren und trotzdem zufrieden mit sich. gestern beim 2:6 gegen die KM des GSV Wacker hatte man sich auch eigentlich nach dem match nichts vorzuwerfen, sondern konnte sich gegenseitig auf die schulter klopfen. zehn schwache minuten gegen ende der ersten hälfte waren für drei der sechs gegentore genug, zuvor hatte man gut mitgehalten, die zweite hälfte mit einem 0:0 überhaupt offen gestaltet. und auch diese schwachen 10 minuten brauchen nicht zu kopfzerbrechen führen, waren sie doch nicht resultat einer konzentrationsschwäche oder unorganisiertem drauflosgekicke, sondern vielmehr ausdruck einer körperlichen schwäche, die in unserem leben niemandem vorzuwerfen ist.
über weite strecken des gestrigen kicks konnten die torpedisti mit höchstem einsatz also gegen die gut im saft stehenden Wacker-jungs mithalten, in hälfte zwei sogar etliche chancen herausspielen, einige davon hundertprozentige, also diese, die man einfach reinhauen muss. wer weiss, was wäre, wenn…? zuviele Ws um nachzudenken, bringt auch nix. nach den zwei fulminaten siegen gegen den VSSV Dynamo – einer in einem netten spiel, einer in einem garstigen – reiht sich auch die gestrige niederlage in eine ganz herausragende saison des FC Torpedo Ritter Graz ein. man steht gut, spielt gut und macht mehr tore als man bekommt – meistens zumindest. wenn das nicht eine gute ausgangslage für die RitterSpiele ist.
viva torpedo!