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Aderlass in der Wintertransferzeit

Während sich von Madrid (El Nino) bis Graz (Kienast) die Heimkehrer einstellen, ein österreichischer Ex-Meister seinen löchrigen Kader mit immer noch jungen Ex-Zukunftshoffnungen (Zulechner, Holzhauser) stopft, der Berlusconi-Club geballte Offensivkraft zukauft (Shaqiri, Podolski) und die Königlichen sich mit Kindern verstärkt (Ödegaard), geht beim FC Torpedo Ritter Graz eine rabenschwarze Wintertransferzeit dem Ende zu. Ballkünstler und „Rookie of the Year“ Will B. genauso wie Mittelfeldmotor Armin B. zog es ins Ausland. Während bei Will B. schon alles fix ist („Es war uns klar, dass wir einen Spieler wie Will B. bei uns nicht halten können. Wir sind ein klassischer Ausbildungsverein.“ so der GM), wird um Armin B. noch gekämpft. „Bad Gleichenberg ist eine namhafte, internationale Adresse und sie haben ihm ein gutes Gesamtpaket geschnürt, aber wir sind noch dran.“ verlautbart die sportliche Leitung der Torpedisti. „Last exit Körnerplatz“ heisst die Zauberformel, mit der es eventuell doch noch gelingen soll, den Blondschopf beim Verein zu halten. Gerade der Platz, der ein ordentlicher Wackelkanditat in den Planungen des FCTG für die neue Saison ist, könnte einen Verbleib Armin B.s ermöglichen. „Von der Hüttenbrennergasse aus kommt er noch am Spielabend nachhause. Das ist die praktische Seite. Die hervorragenden Spiele, die ihm dort gelungen sind und die unnachahmliche Atmosphäre im Hexenkessel Körnerplatz könnten ihn noch umstimmen.“ hofft der Generalmanager. Wer weiss, vielleicht finden sich auch noch einige Fans, die B. einfach nicht gehen lassen wollen, so wie es die Geschichte um Junuzovic in Bremen gezeigt hat.

Das Chaos am Konto

Wie bereits veröffentlicht, wurden die Mitgliedsbeiträge beim FC Torpedo Ritter e.V. durch Beschluss in der Generalversammlung erhöht. Das Thema Zahlungsmoral wurde ebenso erörtert, der Kassier und mit ihm der gesamte Vorstand mahnte, die Beiträge alsbaldigst einzuzahlen, um die Liquidität des Vereins zu garantieren. Zur Erinnerung: die Spielermitgliedschaft kann als 180 € Jahreszahlung oder als 15 € Monatszahlung erfolgen, die ordentliche Mitgliedschaft besteht aus einer 50 € Jahreszahlung und 5 € Einzelzahlungen je Spiel.

Und dann die Realität: Bankenkrise hat beim FCTG eine ganz andere Bedeutung… Während noch in der Nacht der GV die ersten 180 € eingingen, brachte das neue Jahr altes Chaos. Ein verdientes Vereinsmitglied (in die finanziellen Gebarungen als Rechnungsprüfer sogar eingebunden) überwies per Dauerauftrag wie seit Jahren 12 €, eine andere Dauerüberweisung brachte 130 €. Tja, Motivation allein hilft halt nicht – auf den Kassier kommen wieder Überstunden zu.

Der FCTG setzt auf Kontinuität – Vorstand wiedergewählt

Die Generalversammlung am 13.12.2014 wurde mit Spannung erwartet. Die trübe Bilanz wurde bereits im Vorfeld bekannt und diskutiert, die Gerüchteküche spekulierte schon damit, dass der Vorstand nicht entlastet werden und der Verein ins Chaos schlittern könnte. Es kam – wie so oft – ganz anders. Die anwesenden Vereinsmitglieder nahmen die Erläuterungen des Vorstands und insbesondere des Kassiers wohlwollend auf, die sportliche Bilanz des Generalmanagers, die für einmal sehr positiv ausfiel, tat ihr Übriges. Der Vorstand wurde uneingesprochen entlastet und mehr noch, der Vorstand wurde mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Einzige Überraschung war die Kür des Vizepräsidenten, in der eine starke Lobby Mazze Ohner in diese Position hievte. Ohner war sichtlich gerührt und fühlte sich geehrt: „Ich werde das Amt sehr ernst nehmen.“

Heiss wurde es dennoch in der Generalversammlung. Untermalt von den Klängen eines Streichquartetts debattierte man über die Höhe der künftigen Mitgliedsbeiträge, die nach Jahren der ständigen Absenkung nun wieder einmal erhöht werden müssen – und das kräftig. Das beschlossene Modell sieht eine Erhöhung der Spielermitgliedschaft von 100 auf 180 Euro vor, die ordentliche Mitgliedschaft steigt gar von 10 auf 50 Euro. Der Beitrag für ein Einzelspiel hingegen bleibt bei moderaten 5 Euro. „Dieses Modell ist ausgewogen, bildet die bisherigen Unterschiede zwischen ordentlicher und Vollmitgliedschaft auf höherem Niveau ab und bleibt dennoch fair für Gastspieler.“ Fasst Kassier Fritz zusammen.

Ausserdem wurde beschlossen, dass der Verein seinen Fundus leert. Vor allem Trikotsätze vergangener Jahre werden zu günstigen Preisen verhökert – Interessierte mögen sich beim Kassier melden.

Keine GV ohne Ehrungen: Will B. wurde vom Generalmanager als „Rookie of the Year“ geehrt. Für sein Lebenswerk wird Johann P. als „Messie of the Year“ geehrt, wobei betont wurde, dass in den aufzulösenden Vereinsbeständen keine Utensilien von Johann P. zu finden sind, da ihm diese allwöchentlich nachgetragen werden.

Alle Details gibt es hier nachzulesen.

FCTG offenbar vor Insolvenzantrag

Die Geschichte ist in Graz bekannt: der SK Sturm war zweimal dran, beim ehemaligen GAK war es gleich ein multipler Konkurs. Nun hat es anscheinend auch den FC Torpedo Ritter Graz erwischt. Wie man aus der Gerüchteküche erfährt, ist das Säckl leer beim FCTG. Der Generalmanger versuchte zwar in einer heute eilig einberufenen Pressekonferenz zu kalmieren „Der Spielbetrieb ist derzeit gesichert“, doch der Schatzmeister der Torpedisti sieht die Situation schon etwas differenzierter: „Mit unserem derzeitigen Budget für 2015 werden wir nicht durchkommen.“ Überdies sieht er noch mehr dunkle Wolken am orangen Himmel: „Wenn wir die Beitrag scharf anheben – und das müssen wir, sonst geht’s nicht weiter – kann sich das sportliche Management schon auf einen Aderlass bei den Spielern einstellen.“ Es wird gemunkelt, dass sich einige Spieler unter diesen finanziellen Randbedingungen einen anderen Klub suchen werden.
Der interessierte Betrachter stellt sich angesichts dieses offenbar massiven finanziellen Schiffbruchs schon die Frage, wie es so weit kommen konnte. Antworten darauf gibt es schon aus dem Vorstand. Der Schriftführer des FCTG hat bereits vor mehr als einem Jahr gemeint: „Wir haben unsere Beiträge sukzessiv und im vollen Bewusstsein dessen, was wir tun, jedes Jahr aufs Neue abgesenkt, weil wir kein Kapital anhäufen wollten. Die Reserven sind nun verbraucht und wir müssen einfach nur wieder zurück dorthin, wo wir schon waren (und spricht damit ein Niveau von rund 15€/Monat an, Anm. der. Red.).“ Noch klarer wird er am heutigen Nachmittag: „Insbesondere unser Gastspielwesen ist in letzter Zeit aus dem Ruder gelaufen, da wurde vielfach überhaupt nichts mehr beigetragen. Und auch die Zahlungsmoral unserer Mitglieder ist ein Desaster: Der Cash Flow konnte heuer nur noch über massive Vorfinanzierung eines Gönners des Vereins stabil gehalten werde. So wird es nicht weitergehen.“  Im Rahmen der Pressekonferenz erbot er sich auch gleich, im nächsten Vereinsjahr den Schatzmeister geben zu wollen und „die Zügel anzuziehen.“
Trotz all dieser mehr als beunruhigenden Nachrichten, lässt sich der Generalmanager die Vorfreude auf die GV und die gemeinsame Feier nicht verderben: „Wir haben heuer ein grosses Jahr gespielt. Einmal muss auch gefeiert werden.“ Dem Vernehmen nach werden es jedoch nicht allzu viele sein, die am Samstagabend ab 19.30 das Vereinslokal Café Ritter füllen werden. Namhafte, langjährige Vereinsmitglieder haben bereits ihre Absenz deponiert, gerade diese Stützen des Vereins könnten aber fehlen, wenn es dann in Sachen Finanzierung 2015 wirklich ernst wird und es zu Abstimmungen kommt. „Vorstand entlasten, neuen wählen, Beitrag erhöhen und 2015 wieder kicken wie junge Götter.“, so bringt es FCTG-Urgestein Stefan M. auf den Punkt. Man wird sehen, was samstags herauskommt.

10 Minuten – und aus

Für ein einziges Mal darf der Kultclub FC Torpedo Ritter Graz mit dem Bauernverein und diesjährigen Bundesligaabsteiger Matterburg verglichen sein. Am vergangenen Mittwoch nämlich ereilte die Vereine, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ein ähnliches Schicksal: Ganz schwache zehn Minuten am Beginn ihrer Partien (Mattersburg auswärts gegen den neuen Meister FAK, der FCTG daheim gegen Eric the SharDDD) führten zu frühen Entscheidungen und klaren Verhältnissen. Während die Austria vor eigenem Publikum durch Tore von Gorgon (2.), Jun (6.) und Suttner (12.) schnell einen 3:0-Vorsprung erspielte, mussten die Torpedisti zur Kenntnis nehmen, dass der Gegner mit ihnen machte, was er wollte und mit ebenfalls drei Treffern (5., 9. und 11.) für ein jähes Ende der Erfolgsserie der letzten Wochen sorgte. Einen kleinen Unterschied gab es dann doch: Während die Grünen aus dem Burgenland sich ihrem Schicksal ergaben und über die gesamte Spielzeit dem violetten Angriffswirbel aber auch gar nichts entgegenzusetzen hatten, fing sich der FCTG und konnte über ein kompakteres Auftreten einen einigermassen würdigen Gegner abliefern. Zwar musste man noch zwei Treffer hinnehmen, konnte aber im Gegenzug auch zumindest den Ehrentreffer erzielen.
Resumee: Eine bittere und hohe Niederlage, die aber aufgrund der Kräfteverhältnisse an diesem Abend durchaus ihre Berechtigung hatte.
http://www.torpedoritter.at/cms/wp-admin/post-new.php#
Die Noten:
Spiros: 4,0
Pablo: 3,5
Hannes F.: 3,0
Sweety: 3,5
Floh: 2,5
Christian: 3,5
Rainer Pf.: 3,5
Stefan M.: 3,5
Wolfi Ö.: 3,5
Geko: 4,0
Johann P.: 3,0
Jochen (Gast): 3,5
Jorge m.: 3,0
Stoffi B. (1): 3,0
Gogo (“Gast”): 3,0

(kader-)stärke gezeigt: FCTG vs Eric The SharDDD 3:2

Schon vor dem Aufwärmen gab es eine Ansage: 18 Mann stark präsentierte sich der Torpedokader für das zweite Saisonspiel. Neben der grossen Lunge, die so dem letzte Woche noch so laufschwachen Mittelfeld plötzlich zur Verfügung stand, konnte man seitens der sportlichen Leitung vor allem zwei Dinge positiv herausstreichen: Es gibt wieder einen Tormann, Alois, der auch Ambitionen hat, Stammkeeper zu werden und 4 echte Stürmer waren gekommen um die Null des ersten Spiels vergessen zu machen. Auf den meisten Positionen doppelt besetzt, forderte der Trainer Spritzigkeit und Laufbereitschaft.
Der Start war dennoch wieder mässig. Die Slowenen waren einen Schritt schneller und kombinierten deutlich zügiger nach vorne. Es kam wie es kommen musste: ein satter Schuss ins Kreuzeck bedeutete die frühe Führung für den Gegener. Dann kam aber das Torpedowerk aber doch in Gang. Aus einer diesmal soliden Abwehr heraus kurbelte das Mittelfeld, was zu einer Verschiebung im Ballbesitz führte. Der FCTG hatte das Spiel unter Kontrolle und gab diese auch nicht mehr ab. Was blieb war die Torsperre…
Nach einem lupenreinen, nicht verhängten Handelfmeter, zündete dann Stoffi B.: Einem heftigen Wortduell folgte ein Lattenkracher und dann – endlich – der Ausgleichstreffer. Die Chancen mehrten sich in Folge und wieder war es Stoffi, der Nägel mit Köpfen machte und den Ball ins Netz bugsierte. Dass zuvor ein billiger Führungstreffer gefallen war, machte letztendlich nichts: ein traumhaftes Tor vom Poidl stellte einen verdienten Sieg sicher. Aluminium erhinderte mehr Tore an diesem Abend.

Fazit:
Ein kräftiges Lebenszeichen des FCTG. Das war das „Ich will“ der Weihnachtsfeier. Gut gespielt, Spiel gedreht und getroffen. Viele Kicker, gute Stimmung, nettes Spiel. Gefehlt hat letztlich nicht einmal die geöffnete Kantine, hatte doch Javier die Geburtstagsbiere im Rucksack…

Die Noten:
Alois: Gute Leistung für den ersten Kick im neuen Dress. 4,3
Christian: Ist gar nicht aufgefallen, was jetzt gut oder schlecht sein kann. 3,3
Flo: Starke Steigerung zur ersten Partie, solide im Zweikampf 3,0
Rainer Pf.: Sehr sicher, immer dort wo er gebraucht wurde, fehlerlos. 5,0
John M.: Meist sehr schnell geklärt, sehr britisch. 2,7
Stefan M.: Laufmaschine am Flügel, sehr starkes Zweikampfverhalten und immer wieder anspielbar, der letzte Pass zu den Stürmern wollte allerdings mitunter nicht gelingen. 4,7
Dominik (Gast): Man merkt ihm an dass er noch nicht die Gelegenheit hatte sich mit den Rittern einzuspielen, leichte Abstimmungsschwierigkeiten und etwas fehlender Zug nach vorne; defensiv wesentlich solider. 2,0
Wolfi Ö.: Ein unauffälliges Spiel; ist im Spielaufbau immer wieder anspielbar, konnte aber in die Spitze nach vorne wenige Akzente setzen, manchmal auch den Tick zu spät mit dem Abspiel. 3,0
Wolfi T.: Sehr laufstark, ballsicher und sowohl defensiv als auch offensiv in Aktion, bei einem sauberen Weitschuss scheiterte er nur an der tollen Abwehrleistung des gegnerischen(?) Torwarts, wenn er noch etwas öfter das auge für seine Mitspieler hätte könnte er sich locker eine 6 verdienen. 4,0
Geko: Hohes Laufpensum, sicher am Ball und immer wieder den Gegner gut gestört. kann nach vorne noch mehr. 4,7
Volker C.: Laufbereit und zweikampfstark, etwas emotional und 2-3 mal zu spät am Ball. In der letzten Aktion hätte es eig. Freistoss geben müssen wegen eines ungeschickten Einsteigens 3,3
Javier: Sehr unauffälliges Spiel, was für einen midfielder nicht immer negativ sein muss. wie immer sehr laufstark und auch sicher am Ball, ein sehr sehr grober Schnitzer in der zweiten Halbzeit -der ohne Folgen blieb- darf ihm allerdings nicht passieren. 3,3
Johann P.: Zu geringes Defensivverhalten, nach vorne bemüht aber etwas glücklos. Eine fast 100%ige konnte er leider nicht nutzen, ist momentan noch nicht in seiner Bestform. 2,0
Armin B.: Gutes Spiel, defensiv sehr stark und immer wieder am Lücken füllen; nach vorne kann er allerdings noch mehr. 3,3
Jorge M.: Bemühtes Pressing, ein paar gute Chancen, aber ohne Torerfolg, das Ein- und Auswechseln scheint seinen Spielfluss zu stören, immer am Stärksten bevor er wieder den Platz verlassen musste. 3,0
Stoffi B. (2): Man merkt ihm die fehlende Spielpraxis und Spritzigkeit deutlich an, aber 1 Latte, 1 knapper Weitschuss/Heber, 2 Tore; dazu fällt nur „brasilianischer Ronaldo“ ein, Knipser. 5,0
Poidl (1): Schönes intuitives Tor; immer wieder eine Qual für die Verteidiger; mit etwas mehr Laufarbeit könnte er noch stärker ins Spiel Einfluss nehmen. 3,3
Gogo (Gast): Gutes Pressing bei gegnerischem Ballbesitz, aber wenn ein Stürmer ka hüttn macht, war#s ka erfolgreiche partie. Trotzdem: 3,7

schwerer boden, schwere beine, schwere niederlage: FCTG vs Dynamo 0:5

Noch richtig fett im Osterspeck, so startete der FC Torpedo Ritter Graz letzte Woche in die Frühjahrssaison. Von den angemeldeten 13 kamen nur 9, zwei wackere Ersatzleute machten ein Spiel überhaupt erst möglich. Spielen übernahmen aber in Halbzeit eins die Dynamos, leichtfüssig, laufstark, ball- und treffsicher. DIe Torpedisti waren zumeist nur physisch anwesend und das nicht einmal am richtigen Ort. Konsequenz zur Halbzeit: 0:4, nur zwei Halbchancen, Zweikampfbilanz unter jedeer Kritik. Ein schnaufender Trainer gab eine neue Devise aus. „Gut, wir sind läuferisch unterlegen, aber Tor kriegen wir jetzt keines mehr. Dagegenhalten!“ Halbzeit zwei war dann auch deutlich besser, konnte man das doch beinahe umsetzen. Das Spiel wurde gefälliger, wohl auch weil die Dynamos nicht mehr so schnell surrten, den Torpedisti gelang so Schadensbegrenzung.
Fazit: VOn 5 Toren hta man sich 3 mit unnötigen Abspielfehlern und Unkonzentriertheiten selbst gemacht. Die Zweikämpfe sollte wohl doch wieder angenommen werden, wenn man mitspielen will. „Nostalgisch schön war’s allemal!“ O-Ton Peter L..

Die Noten:
Hannes 3,0
Christian 3,0
Floh 2,5
Dejan (Gast) 2,5
John 3,0
Wolfi Ö 3,0
Stefan M. 3,5
Johann 2,5
Stefan (Gast) 3,0
Peter 3,0
Wolfi T 2,5

torpedo und die babies

natürlich ging DAS aktuelle männer-thema auch am FC Torpedo Ritter Graz nicht spurlos vorbei: der papa-monat. verpflichtend oder nicht? wochen oder monate? zusätzlich zur oder anstatt der mamabetreuung? der riss durch die männliche gesellschaft in österreich zieht sich auch durch den FCTG. wieder einmal kann belegt werden, wie heterogen (homogen wäre themenbezogen natürlich schöner) die kickpartie ist: da sind sie alle – so wie sie sind: und so, wie sie auch am spielfeld sind. der mittelstürmer mit furchtlosem zug zum thema („kana muss angst hobn vor die chefleit“), der solide pragmatiker aus dem zentralen defensiven mittelfeld („es ist grossartig, dass die möglichkeit geschaffen wird…“), der macho-abräumer („dann is ma weg vom fenster“). dazu kommt der frauenversteher mit leichter themenverfehlung („die frauen wollen auch ein bisschen spass haben“) und der klassische, besorgte familienerhalter („müsste finanziell irgendwie abgesichert sein“). interessant auch die gestreamte meinung der sportlichen leitung („nehma gerne“, gm und „absolut dagegen“, trainer). tja, so sama, wir torpedisti – immer die pappm offen, ob wir was zu sagen haben oder nicht.

listening comprehension

derweil sind die sportlichen konsequenzen ganz andere: jorge m. kämpft nach grossartiger schwangerschaft und den ersten eingewöhnmonaten noch mit dem idealgewicht. als sturmtank tut ihm das eine oder andere kilo aber sicher nicht so weh, wie auch ein ronaldo zuletzt bei den corinthians bewiesen hat. schlimmer geht’s da schon bruder stefan m.: „sechs monate pause wegen des kreuzbandrisses, ein zumindest teilweise realisierter rauchstopp und die jetzige schwangerschaft ergeben einen stattlichen polster, der erst wieder wegtrainiert werden will.“ 

auch bei den schon-vätern mazze o. und rainer pf. erinnert man sich noch an müde augen, die weniger auf das schwache flutlicht als vielmehr von mit ihrem nachwuchs durchfeierten nächten herrührten.
torpedo und die babies – ein fortsetzungsroman. nächste episoden: eine(e) kleine(r) b. und ein(e) nächste(r) m..

1:4 – (k)eine chance

11.04.2012 FCTG vs. VSSV Dynamo Kernöl Eisteich (1:4)

aufstellung FC Torpedo Ritter Graz:

torwart: stefan st.

abwehr: hannes f./flo p./rainer pf./john m.

mittelfeld: /wolfi ö./gerhard l./johann p./stefan m./maschti

sturm: stoffi b./poidl st./georg m.

tor:stoffi b. krsztof(75´)

nass-kalt, so könnte man die äusseren bedingungen gestern abend am körnerplatz wohl am besten beschreiben. angesagt war der schlager FCTG gegen Dynamo Eisteich, mittlerweile ein klassiker. der FC Torpedo Ritter Graz kam mit breiter brust auf den platz, ungeschlagen in der saison, mit einem sieg gegen die Spielvereinigung letzte woche in der tasche. der kader schien jedoch im vergleich zur letztwöchigen performance ausgedünnt, insbesondere im offensiven, zentralen mittelfeld, in mit armin b. und dani p. gleich zwei laufstarke antreiber durch abwesenheit glänzten.
der FCTG übernahm von anfang an das kommando am heimatlichen platz: es wurde vorerst kontrolliert nach vorne gespielt und der spielaufbau wie in den letzten partien ruhig gestaltet. durch das fehlen der offensiven schaltzentralen gelangen aber keine kurzpasskombinationen bis in den strafraum des gegners hinein, womit torchancen zu beginn mangelware blieben. ein hochmotivierter lintschi auf der rechten aussenbahn sorgte dann für die ersten tormöglichkeiten im spiel: seine erste granate klatschte vom lattenkreuz zurück ins feld. die nächsten versuche, allessamt weitschüsse waren zu zentral angetragen. der torhüter des VSSV war stets auf dem posten. dann wurde auch Dynamo offensiv gefährlich: spielmacher gogo verzog einen weitschuss nur knapp.
gegen ende der ersten halbzeit fing sich der FCTG dann ein mehr als unglückliches gegentor ein: ein flanke, wieder von gogo, der im mittelfeld des gegners die fäden zog und als hängende spitze überall zu finden war, senkte sich unhaltbar ins lange eck. der FCTG wollte, konnte aber an diesem abend nicht recht dagegen halten. die luftfeuchtigkeit begann mehr und mehr zu steigen und die langen pässe in die spitze endeten aufgrund der bodenbeschleunigung zu oft im out oder beim VSSV-torhüter. durch den frühen ausfall von gerhard l. und die mässigen kräfte der comeback-brüder m. stand der FCTG mit dem rücken zur wand und zumeist mit bestenfalls zehneinhalb spielern am platz. das aufmachen sorgte für löcher in den abwehrreihen, die Dynamo an diesem tag zu nutzen wusste: 0:2, 0:3, 0:4, so schnell ist manchmal ein spiel entschieden. die torpedisti konnten am ende noch durch stoffi b. zumindest den ehrentreffer erzielen – mehr war aber nicht drin.
fazit: kompakt gestanden, zu wenig effizienz vor dem tor, dann zu wenig luft und spielwitz. und wo war eigentlich kapitän chp?

zum exklusivinterview mit trainer john m.


anmeldungen für 18.04.2012 FCTG vs. AC Auenbrugger

fussballmärchen wie dieses

es ist ja im internationalen fussball bereits zur guten gewohntheit geworden, die alternden, in die USA abgeschobenen fussballstars der vergangenheit auf leihbasis in der amerikanischen winterpause wieder zurück nach europa zu lotsen. aus gutem grund, ist doch in dieser zeit oftmals fussball nur die zweite wahl hinter eishockey oder ski-events. dieses jahr mischt einer der torpedo-akteure ganz vorne mit im konzert der grossen: in einem spektakulären deal wurde stürmerstar jorge m. in der hallenpause an einen strauchelnden englischen premierleague klub verliehen.
jorge m., rekordtorschütze beim FCTG, machte seine sache gut, sehr gut sogar. trainer, fans und die ganz fussballwelt ist begeistert, angesichts des märchens „vom hobbyklub in eine der stärksten ligen der welt“ und des bereits nach einem spiel erreichten erfolgs. im FA-cup schoss jorge m. die Gunners mit einem tor in der 78. minute in die nächste runde.
jorge m.
die torpedo-familie wünscht jorge m. bei den anstehenden, vielleicht wichtigsten stunden in seinem (fussballer-)leben alles erdenklich gute. viva torpedo!