Archiv der Kategorie: kommentare

Bandenzauber in der Pichlerhalle

Wie jedes Jahr sind die Torpedos jeden Montag (20:30 – 22:00) in der beheizten Sporthalle in der Pichlergasse zu finden. Der Bandenzauber ist wirklich lustig und Balsam auf unsere Gefühle nach dieser Sommer-Saison mit so vielen Klatschen von unseren Gegnern. Der kommende Montag ist eine perfekte Gelegenheit wieder Mal beim Team vorbeizuschauen.

Oder: Falls ihr gerade eure Neujahrsvorsätze formuliert: Vergesst die Fitness-Center Abos die ihr sowieso nur bis Februar wirklich nutzt, vergesst die Apps am Tablet die euch zwischen der Werbung ein paar Gymnastik-Übungen vorzeigen, vergesst die Kalender-Erinnerungen die euch darauf hinweisen, das die wöchentliche Lauf-Einheit fällig wäre. Kommts einfach in die Halle :-)

 

back to life back to reality 1:9

back to life back to the present time
back from a fantasy

lautet eine Textzeile aus dem refrain des chart-hits von soul II soul aus dem jahre 1989.
24 jahre später kann der fctg dieses lied noch immer singen.
nach einem fulminanten 9:1 gegen den vssv, kontert dieser 2 wochen darauf mit einem 1:9 durch
durchwegs erstaunliche treffer.
15 minuten konnte sich der fctg mit nur 10 mann und keinem torwart (torwartkrise bekannt)
dem vssv entgegensetzen, doch dann wurde die vermeintliche viererkette jäh durchbrochen und
ein wahrer torregen folgte.
der vssv, mit seiner stammabwehr spielend lies keine kontrollierten angriffe des fctg zu und
so kam der fctg zwar doch zu wenigen chancen, die aber nicht genutzt werden konnten. einzig
wolfi ö. erzielte einen ehrentreffer.
neuzugang raphael konnte sich einige male durchsetzen, war aber nie torgefährlich bzw.
nutzte seine einschussmöglichkeiten nicht. sein kontrahent peter p. war mit raphaels härterer
gangart etwas unzufrieden und gab dies auch lautstark kund.

kein schöner abend für die spieler des fctg

tor: niemand bzw. je ein abwehrspieler
abwehr: hannes, rainer, sweety, krsztof, christian
mittelfeld: raphael, john, gregor, wolfi ö.
sturm: wolfi t.

nächster termin:
02.10.2013 20:00 körnerplatz
fctg vs. spvgg lange gasse 05

chronik: goalgeTTer 2011 der fctg wuzzelcup

chronik des abends vom 19.03. im cafe ritter
18:34 das organisationsteam pünktlich vor ort
18:49 die verloren geglaubte wäsch hängt, eine fctg veranstaltung ist somit klar erkennbar
18:52 der wuzzeltisch und alle turnieruntensilien sind aufgebaut
19:02 fctg general manager und fctg präsident karl schlag verrichten noch die lezten korrekturen (tischposition und lichteinstellung)
19:07 man einigt sich auf spielbeginn 19:30
19:25 7 teams sind gemeldet, nach einem achten wird noch gefahndet
19:32 nach erläuterung des reglements kann es losgehen
(2 vierergruppen mit hin und rückrunde danach platzierungsspiele bzw. kreuzspiele im viertelfinale)
teams der gruppe 1:
weazels (christian+gregor)
oldie & goldie (armin+markus)
chemoptetrol (stoffi+dominik)
team 7 (jan+christoph)

teams der gruppe 2:
fritz & fritz (hannes+joker)
karl & harry (karl+harry)
stopf it like bekham (stefan+fabian)
team 8 (gerhard+??)

19:45 das achte team ist gemeldet – einem perfekten turnier steht nichts mehr im wege

22:05 die vorrunde ist erledigt
22:13 die beiden vierten der vorunde team 7 bzw. fritz+fritz trennen sich knapp mit einem sieg
für fritz und fritz, der vom hausherren und präsidenten gespendete schnaps bekommt und entspannt
nach diesem kellerduell
22:25 der schlager um den fünften platz zwischen oldie&goldie und team 8 geht klar an das einzige
team mit dress: oldie&goldie
22:35 team 7 als gewinner der gruppe 1 deklassiert im kreuzspiel karl&harry und zieht souverän ins finale ein
22:43 chemopetrol, als favorit ins kreuzspiel gegangen liegt schnell gegen stopf it like bekham im rückstand
und hat massive probleme diesen aufzuholen, kommt dennoch bis zum e-ball, doch stefan m. killt durch einen
volleyschuss alle finalhoffnungen von chemopetrol
22:50 chemopetrol gewinnt das spiel um platz 3 gegen karl&harry und benötigt nun den verdienten schnaps vom hausherren
22:58 team 7 tritt gegen stopf it like bekham an, lange zeit sieht es nach einer sensation aus, denn die
favoriten um christian i. kommen nicht in fahrt, letztlich gelingt dennoch der durchbruch, knapp aber doch gewinnen chrisitan und gregor den 1. fctg wuzzelcup verdient

23:30 die erholungsphase ist vorbei, der tisch wird zusammengepackt, die wäsch wandert wieder in die tasche
24:00 ende des netten abends – danke an alle mitspieler, organisatoren und sponosoren
bilder zur veranstaltung

neujahrsansprache

liebe österreicher, liebe griechen, liebe spanier, geschätzte torpedisti!

nun endlich mit einer funktion im verein beauftragt möchte ich das neue jahr einläuten!
ein herzliches viva torpedo an alle frisch und wiedergewählten im verein.
das jahr 2010 und dessen erfolge wurden ja ausführlich bei der generalversammlung und
weihnachtsfeier besprochen, das protokoll der gv wird euch noch von meinem chef-hf
elektronisch zugestellt.
für 2011 haben wir uns viel vorgenommen, damit wir dieses auch verwirklichen können
ist eine rege teilnahme an unseren sportlichen terminen nötig.
„also reissts euch zamm, kummts zum training und zum spü, zoihts eichare beiträge,
suderts net umma und treffts die hittn“

euer schriftführer stellvertreter

kommentar: von taktik, euphorie und der tordifferenz

nachdem der spielbericht zum mittwöchigen, triumphalen erfolg ja beinahe – zumindest von der überschrift – so klingt, als hätte sich die mannschaft des FCTG etwas vorzuwerfen, ein kleiner versuch das ganze weniger aus verteidigersicht zu sehen:

es war der perfekte fussballabend, beste äussere bedingungen und bei den rittern – vielleicht aufgrund der schwierigen kadersituation – vor dem spiel, beim gemeinsamen aufwärmen und bei der (interims-)traineransprache so etwas wie galgenhumor mit dabei. gerade einmal spielfähig (immerhin ein erfolg, denkt man an die vorwoche) einigte man sich darauf, die gegner kommen zu lassen, sich selbst gut zu stellen und mit den kräften hauszuhalten angesichts der wechselspieler des VSSV Dynamo. das war schön so, das war gut so, nur es kam halt ganz anders. der gegner schoss ein schnelles tor und es war eine antwort gefragt. und torpedo spielte sein spiel, ein bekanntes spiel, kein grossartiges, aber eben eines, das man gut beherrscht: hinaus mit dem ball, weit über die mittellinie und hinein in des gegners hälfte. kick and rush – wie in all den jahren. das ist spielerisch erbärmlich, sorgt aber für präsenz in der nähe des gegnerischen tors. und es führt zu standardsituationen (immerhin fielen zwei tore aus eckbällen). der FCTG liess nicht locker und stellte einen schönen 4 tore vorsprung her. und dann etwas, das man schon gut kennt aus dieser – auch aus andereren, aber speziell in dieser – saison: jeder will ein tor schiessen. das spiel wird zerfahren, schüsse aus allen lagen, normal die phase, in der der gegner wieder erstarkt und das spiel wieder dreht. am mittwoch kam den torpedisti der pausenpfiff entgegen.

in der halbzeit wurde beschlossen, fussball zu spielen, anstatt blindlings zu versuchen, tore zu machen. und das half. nicht, dass man einen gang zurückschaltete, dafür war man selbst zu sehr in spieleuphorie und – das muss man auch sagen – die gegnerische defensive einfach zu wackelig. weit in der hälfte des VSSV wurde der ball mal um mal erkämpft, auch ein spiel, für das der FCTG, in seinen besseren zeiten allerdings, bekannt war. der druck wurde hoch gehalten, der ball jedoch in den eigenen reihen. kombination um kombination, flanken, ferserl, hackerl in richtung tor, aber eben nicht blindlings. 3 weitere tore konnte man dennoch, möchte man meinen, erzielen. es war einfach ein gutes spiel.

gut, man könnte sagen – so wie es der VSSV Dynamo auch anmerkte – dass ein überragender ricardo die partie entschieden hat. ja, er hat gut, eigentlich sensationell gespielt, aber: ein spieler macht kein team her, auch nicht auf diesem niveau. die vorwoche hat gezeigt, dass wenn die mannschaft lahm ist, kein noch so guter spieler allein das match gewinnt. und: es haben ja auch andere getroffen und getrickst. sorry, eiteichler, aber das spiel wurde in unseren reihen im mittelfeld gewonnen und in euren in der abwehr verloren. wir waren über die flügel genauso wie in der zentrale am mittwoch viel agiler und auch zweikampfstärker.

was bleibt ist genauso erfreulich wie historisch: ein schöner fussballabend, ein hoher sieg, bei dem einmal nicht durch torgeilheit ein sicherer erfolg zu einem gerade noch knappen X wurde und: trara! die tordifferenz des heurigen jahres 2010 ist POSITIV, etwas was der FCTG auch nur noch aus erzählungen derer kennt, die schon lange jahre dabei sind. die traditionell stärkste zeit der torpedisti, der saisonausklang, ist heuer zudem besonders stark ausgeprägt: seit start der grossen siegesserie am 19. juli hat der FCTG am grossfeld 10 mal gewonnen, 4 mal remisiert und nur 3 mal verloren, bei 59 erzielten und nur 33 erhaltenen toren… wie ärmlich haben wir eigentlich bis juli gespielt? nächstes jahr überlegt die sportliche leitung bis anfang juli in der halle zu spielen und die freiluftsaison erst dann starten zu lassen.

da gibt es eine serie und niemand verliert ein wort darüber

von der totalen blamage, einer bestandsaufnahme FCTG anno 2010 und gar der orangen bankrotterklärung muss der gebeutelte fan seit wochen auf torpedoritter.at lesen, angesichts der damaligen ergebnisse kein wunder. aber das war bevor interimstrainer leitner wieder das heft in die hand nahm um der spielenden zunft klar zu machen, das kicken auch arbeiten bedeutet. schon mit der niederlage gegen SpVgg Lange Gasse 05 anfang juli zeichnete sich ab, dass der FC Torpedo Ritter Graz im jahr 2010 wieder auf dem weg war eine „stamm“-mannschaft zu finden (auch wenn das spiel gegen VSSV Dynamo Kernöl Eisteich nur tage darauf zur schon genannten totalen blamage wurde).

zwei ungefährdete siege konnten die torpedisti gegen, zugegeben ersatzgeschwächte, sonnenanbeter und lokomotivführer einfahren, man vermochte spielerisch und kämpferisch in beiden begegnungen zu glänzen. interimstrainer leitners defensive grundeinstellung bremste unkontrollierte dauersturmläufe, bernhard st. packte endlich wieder seinen schußstiefel aus und neo-libero stoffi b. konsolidierte die abwehr und sorgte für die notwendigen impulse nach vorne.

gestern abend galt es gegen die SpVgg Lange Gasse 05 diese mini-serie zu verteidigen. drei siege ensuite konnten die torpedisti zuletzt im vergangenen herbst bei den RitterSpielen 2009 einfahren – und es gelang auch diesmal. die wichtigsten sätze (aus meiner sicht):

Bei einem Bier wurde dann noch gegenseitig gelobt und fachgesimpelt. Fazit: die Motivation und Stimmung im Team passt, der sportliche Erfolg stellt sich ein…

kommende woche warten wieder die jungs vom eisteich, wenn es für den FCTG ein letztes mal in diesem jahr am murfeld zu graz zugange geht. bisher konnten sich immer unsere gäste durchsetzen, wir haben etwas auszubessern. zu- und absagen sind wie immer im forum zu deponieren, dieses mal an dieser stelle!

ohne mut und keine härte

hat der FC Torpedo Ritter Graz angst vor dem aufstieg in die zwischenrunde des stammischcups? nach dem sonntäglichen STC2010 sollte man dieser frage wohl einmal nachgehen. die chance war – wieder einmal – da, vielleicht eine wie noch nie. das erste spiel gewonnen, das zweite gegen die schon zu diesem zeitpunkt praktisch als gruppenerster feststehende mannschaft knapp verloren, auch nach dem dritten spiel alles noch im plan und doch wieder nicht geschafft. natürlich, einen fragwürdigen elfer in der letzten minute im dritten spiel zum ausgleich hinnehmen zu müssen, hat nichts mit mut zu tun, vielleicht aber mit fehlender härte. stefan m. hätte, anstatt selbst zurückgehalten zu werden, den gegnerischen spieler auch schon weit ausserhalb des strafraums regelwidrig stoppen können – hat er nicht, dann war’s eben der ausgleich. wie dem auch sei, es hätte nichts geholfen, das letzte spiel hätte in jedem fall entschieden. und dann: fehlender mut? keine härte, in diesem fall zu sich selbst? dem hobbyfussball wird unterstellt, dass man ein bisschen kickt und dann nach dem turnier ewig sitzen bleibt und sich betrinkt. nicht so beim FCTG, ein turnierende mit einer halbwegs vollständigen mannschaft wurde noch selten erlebt. ob das nun gut oder schlecht, sympathisch oder nicht ist, wird hier nicht verhandelt. es kann nur festgestellt werden, dass der FCTG im letzten spiel am sonntag gegen die Orange Lok sicher mehr chancen gehabt hätte, das spiel zu gewinnen, wäre man noch in ‚vollständiger‘ formation angetreten. nun, da man sich geschworen hat, bei einem erreichen der zwischenrunde, das kapitel stammtischcup zu schliessen, kann nur vermutet werden, dass es noch nicht sein soll. der STC2011 kommt so sicher wie das amen im gebet.

aus dem fussballleben

es ist ja so, dass die torpedisti den fussball über alles lieben, die wenigsten aber so richtige ‚ultras‘ sind. man diskutiert zwar gerne das geschehen im nationalen und internationalen fussball, doch zumeist eher ‚objektiv‘, vielleicht hie und da auch ein wenig schwarz-weiss gefärbt, das rot gibt es zwar auch noch, nur zum diskutieren fehlt halt der stoff. was es heisst, ein ‚richtiger‘ fan zu sein, weiss man erst, wenn man ein bisschen durch die fanforen dieser fussballwelt surft. ein wunderschönes beispiel dafür, auf welchem niveau dort kommuniziert wird, soll hier seinen platz bekommen:

das fanforum des SK Sturm Graz beschäftigte sich anfang november mit dem thema ‚muratovic‘. ist er gut? ist er schlecht? braucht man ihn oder nicht? da werden natürlich die widersprüchlisten kommentare abgegeben. 2 sollen beispielhaft hier veröffentlicht werden.

zuerst bezieht sich phill11 auf einen kommentar von gerhard1909, der gemeint hat, man solle doch berücksichtigen, dass mit bundesliga, europaliga und nationalteam doch einiges an spielen zusammen kommt und der herr muratovic auch nicht mehr der jüngste ist, also, dass das alles ein wenig auf die substanz des bosniers geht. phil11 antwortet: @gerhard1909: da mura zeigt schon eeeeeeeeeewig nix mehr, schon sehr sehr sehr lange nicht mehr. und das mit den 32 spielen is lächerlich. 32 spiele x 90 = 2880 minuten, das sind 48 stunden!!! wieviele leute arbeiten jede woche 60-70 stunden schwer und vollgas und bekommen tuns dafür an lärcherlschas und net zig-tausende euro im monat… also da mura is für mich schon eeeewig eine frechheit, 4 gute pässe in den sogenannten 32 spielen sind viiiiiel zu wenig und nur ein witz. i was a net was alle da gegn den foda jr. haben, der spielt echt saustark, der taugt ma voll, gibt alles am platz und kämpft brav, net so wie unsere nummer 10 oder nummer 6. sonnleitner wird a immer besser, zur abwehr darf man nix sagen, hut ab!
auf gehts grazer kämpfen und siegen!!!!!!!!!!!!!

tippfehler und die ärgsten rechtschreibfehler sind der leserlichkeit halber in diesem kommentar genauso ‚ausgebessert‘ wie im folgenden. denn nun springt ‚hll‘ der nummer 10 des SK Sturm Graz zur seite und rückt mit schweren geschützen zur verteidigung aus: was is mit dir? hast du pobleme? spiel du erst mal in der bundesliga und mit dem nationalteam fast in der wm und dann red ma wieder, ich und du. ok? was hat aber mura schon alles geleistet für sturm, du vollbauer, deswegen hört er ja auch auf im nationalteam – wegen sturm. du bua, lies ein bissi zeitung. i bin selber bosnier, i hör mi jeden tag mit mura, du scheiß schwabo.

es geht also deutlich darum, muratovic in schutz zu nehmen, was aus dem originaltext schon weit weniger hervor geht. der liest sich so: was is mit dir hast du pobleme spiel du erst mal ini bundesliga udn mit natotnalteam fast in der wm und dann redma ich und du wieter ok was hat aber mura schon alles geleistet für sturm du voll baua deswegen hört er ja uhc auf in natinaltema wegn sturm du abua lies bissi zeitung i bin sleba bosna i hör mi jeden tag mit mura du scheiß schwabo

man sieht, einsatz ist alles im fussball, ob am rasen oder abseits des spielfelds. das schöne ist: diese leute treffen wir morgen, wenn der FCTG seinen jährlichen ausflug zu den schwarz-weissen macht. treffpunkt ist um 17.30 bei dem tschecherl beim bahnübergang (richtig: eisenbahnkreuzung).

bis dann – viva torpedo!

torpedo 2.0 oder vom ‚haten‘

nun ist es schon eine zeitlang her, dass torpedoritter.at auf eine 2.0 version umgestiegen ist. man gewöhnt sich langsam an das neue design und doch… als information an die leser und als hommage an den wohl legendärsten fussballkommentator und aktuellen orf-sport-chef hans huber möchte ich, obwohl ‚ich weiss, es ist für Sie völlig uninteressant, …, es ist für Sie völlig wurscht, das weiss ich, zu hause, ich möchte es Ihnen aber nur sagen, unter welchen umständen wir jetzt hier arbeiten.‘
zuerst zum erfreulichen: es zeigt sich, dass torpedoritter.at immer noch von vielen ‚vereinsfremden‘ besuchern und von einem nicht unerheblichen leserstock aus der HFL gelesen wird. das ist umso erfreulicher, als ja kein ‚direkter‘ kontakt mehr zur hobbyfussballliga besteht. offensichtlich schaut man gerne noch auf einen klick beim FCTG vorbei.
nun zum weniger erbaulichen: es stellt sich für mich als schreiberling dieser seite immer mehr die frage, ob das kommentieren der version 2.0 so wirklich ein vorteil sein soll. nicht nur, dass unsere vereinseigene kommunikation im forum stark unter dem einfluss der neuen möglichkeiten gelitten hat, viel schlimmer erscheint mir, dass nun jeder, der gerade vorbeischaut, seinen senf los werden kann. ganz so einfach ist es ja dann doch nicht, da kommentare immer noch freigeschalten werden müssen, aber offensichtlich animiert allein die möglichkeit sich zu äussern leser zu verbalen rülpsern, die jegliches niveau vermissen lassen.
um genau so einen kommentar geht es jetzt und nachdem ich ihn zu allererst gelöscht und per email beantwortet habe, möchte ich mit diesem artikel – als betroffener verfasser – nun doch reflektieren.
ein meiner meinung nach durchaus gelungener artikel über die HFL mit ! führte zu zwei reaktionen: einmal eine von Eggenberg04, die offensichtlich den schmäh des beitrags aufnehmen konnten und einen dementsprechenden kommentar hinterlassen haben (danke!) und andererseits eine von einem nicht näher bekannten schmieranten (bill7). der einerseits höfliche herr (er redet mich, torpedoknight, mit einem aristokratischen ‚Ihr‘ an), der schwer mit grammatik und rechtschreibung kämpft, unterstellt, dass ich nur ‚haten‘ könnte. nun, ich habe versucht, mich dem vorwurf zu stellen und demnach herauszufinden, was denn diese ‚haten‘ sei, dessen ich mich schuldig gemacht hätte. im österreichischen wörterbuch ebenso wenig wie im duden, lässt sich ein verb mit der nennform haten finden. in diversen hip-hop-foren wird aber immer wieder leute vorgeworfen zu haten ohne dies näher zu präzisieren. im niederländischen (vielleicht ist unser schreiberling holländer?) heisst haten hassen. aber wen soll ich denn hassen?
so, mein lieber bill7, lass dir eins gesagt sein: ich schreib hier was ich will. nur weil diese seite im netz steht, heisst das nicht, dass du sie lesen musst. wenn du aber möchtest, bist du herzlich eingeladen. wenn du dich kritisch zu wort melden möchtest, bitte sehr, aber versuch das in einer einigermassen angemessenen art und weise. und noch was: ich habe viele freunde in der HFL, ich hab selbst ein paar vorschläge in dieser liga eingebracht, nach denen du jetzt spielst und wir sind nicht im unfrieden gegangen. ausserdem interessiert es mich brennend, was ‚dort’ passiert, weil wir mit deinem herrn präsidenten vereinbart haben, ‚dabei’ zu bleiben, auch wenn wir im moment nicht aktiv mitspielen. ich denke nicht, dass alle mit ein wenig kritik und schmäh so überfordert sind wie du. und – nebenbei – es haben doch wohl auch einige ligamannschaften gegen diese regel gestimmt, nein?
langer rede kurzer sinn: deine kritik ist unzutreffend, du besitzt kein fünkchen schmäh, dein stil unter jeder kritik und dein kommentar enthält 27 grammatik- bzw. rechtschreibfehler, bei knapp 700 anschlägen oder 111 wörtern eine reife leistung, setzen ’nicht genügend‘. bitte, bitte, verschone mich in zukunft!

zum thema: antisemitismus und fussball

der ballesterer beleuchtet in seiner letzten ausgabe (im zeicehn des davissterns) mit gewohnt gut recherchierten und weitgegriffenen artikeln, interviews und kommentaren diese dunke seite des fussballs. eine leider viel lange gemeinsame geschichte verbindet antisemitismus und fussball und wie zum hohn, als ob aus der geschichte nichts zu lernen wäre, bekommt diese problematik gerade jetzt wieder eine weit grössere bedeutung als uns allen lieb ist. nun gut, antisemitisches handeln auf seiten der ligen, vereinen und manager ist weitestgehend beseitigt, aber spieler und fans in stadien in ganz europa fallen immer wieder durch parolen, transparenten und gesten in nur allzu eindeutiger weise auf. da judenhass im derzeitigen europa und österreich wohl kaum noch relativierend als soziologisches oder demographisches ‚phänomen‘ erklärt werden kann, liegt nahe, dass sich antisemitismus heute als bekenntnis zu längst ad acta gelegt geglaubten ideologien versteht. dieses beinah untrennbar mit nazionalsozialismus- bzw. faschismusverherrlichende auftretende verhalten ist zudem gerade in fussballarenen gehäuft zu bemerken. was hat also der fussball mit antiisemitimus zu tun? sind fussballer und deren fans in überdurchschnittlichem maße rechts(-radikal)? zwei fragen ohne antworten. eines ist jedoch klar festzuhalten: es ist nicht so wie uns auch manch konservativer schreiberling in presse-artikeln nahe legen will, dass neo-faschisten und -anitsemiten erst zu solchen werden, wenn sie von so genannten ‚linken‘ ins rechte eck gedrängt werden, sondern dass diese (die rechten nämlich) bereits tief im rechten eck sitzen und von dort aus auf alles, was unsere gesellschaft ausmachten spucken. was den autor des vorliegenden kommentars angeht, so hält er es mit solchen leuten relativ einfach. nichts diskutieren, was indiskutabel ist, nichts einfach hinnehmen, ohne wenigstens laut aufzuschreien und ansonsten jedwenden kontakt so weit wie möglich vermeiden. selbiges gilt natürlich auch für den fussball, kein kontakt zu rechtsradikalen oder antisemitischen fans und (hobby-)kickern. mag sein, dass das eine ‚ausgrenzungspolitik‘ a la vranitzky ist, nur: wer sich selbst ins out stellt ist kaum mehr zu tackeln.